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Medien und Schule
„Schulen haben vielerorts ein ambivalentes Verhältnis zur
Technologie und bestehen darauf, dass Schüler Geräte wie den MP3-Player oder
das Handy nicht mit in die Schule bringen. Das ist der Innovation im Bereich
Lehre und Lernen nicht gerade förderlich.“
(2008 / Dr. Norbert Pachler, Institute of Education, University of London)

Wenn man über Medien im Unterricht redet, denkt man
zunächst und unweigerlich an E-Learning. E-Learning umfasst alle
Formen von Lernen, bei denen digitale Medien für die Präsentation
und Verbreitung von Lernmaterialien zum Einsatz kommen. Das gibt es
vielfältig schon in Grundschulen, wo eine Vielzahl von interaktiven
Lernprogrammen zum Einsatz kommen.
Ein sinnvolles Konzept, um die „klassischen“ Lernmethoden und –medien
mit den mittlerweile zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der
Vernetzung über das Internet zu ermöglichen, ist das „Blended
Learning“, integriertes Lernen.
„Es ermöglicht Lernen, Kommunizieren, Informieren und
Wissensmanagement, losgelöst von Ort und Zeit in Kombination mit
Erfahrungsaustausch, Rollenspiel und persönlichen Begegnungen im
klassischen Präsenztraining“.¹ Siehe auch:
Blended Learning auf Wikipedia
Möglicherweise wird sich Lernen in zehn oder 15 Jahren anders
gestalten, als wir es heute kennen. Eine aktuelle internationale
Expertenstudie ergab, dass ein Großteil des Lernens bereits
informell stattfindet, das heißt außerhalb eines Lehrplans. „Lernen
soll selbst gesteuert stattfinden und das klassische Lernen auf
Vorrat wird zunehmend als weniger wichtig erachtet“.
²
Ein bislang vielleicht sogar unterschätztes Potential liegt zudem in
der Peer-to-Peer-Wissensvermittlung (engl. peer für
„Gleichgestellter“, „Ebenbürtiger“). Wenn hier wie schon erwähnt,
die Basisinformationen vorhanden und richtig sind, verbreitet sich
Wissen unglaublich schnell in der Schule und im Freundeskreis. Das
habe ich selbst schon oft erlebt, wenn ich zum Beispiel in nur einer
Klasse einer Jahrgangsstufe etwas zum Thema Handy mache, wissen die
für die Jugendlichen wichtigen Dinge (die im übrigen häufig
dieselben sind wie für Erwachsene) ein paar Tage später die meisten
Schüler der Parallelklassen auch.
¹
Werner
Sauter, Annette Sauter, Harald Bender: Blended Learning -
Effiziente Integration von E-Learning und Präsenztraining
(2004), S. 68
² Christoph Primmer, mleap Studie
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